Stadt
Großdemo an Halloween: 15.000 Menschen erwartet – KVB warnt vor Einschränkungen
MeinKoelle Redaktion · 30. Oktober 2026
Die Protestbewegung "Gen Z regelt" plant am 31. Oktober eine Großdemonstration in Köln mit etwa 15.000 Teilnehmern. Die Demo verlagert sich vom Heumarkt ans Konrad-Adenauer-Ufer. Polizei und KVB warnen vor Verkehrsbeeinträchtigungen und strengen Sicherheitsmaßnahmen.
Großdemo an Halloween: Polizei und KVB bereiten sich vor
Köln steht an Halloween vor einer ungewöhnlichen Großdemonstration. Die Bewegung "Gen Z regelt" ruft am Samstag, 31. Oktober, zu bundesweiten Protesten auf – in Köln werden mit etwa 15.000 Teilnehmern gerechnet. Die Demonstration wurde ursprünglich am Heumarkt geplant, wird nun aber ans Konrad-Adenauer-Ufer in die Nähe der Bastei verlegt. Grund ist die deutlich gestiegene Zahl der Anmeldungen: Ursprünglich hatten sich nur etwa 5.000 Personen angemeldet, inzwischen liegen online über 12.600 Zusagen vor. Der Heumarkt hätte für diese Menschenmenge nicht ausreichend Platz geboten.
Darum geht es bei der Demo
Die Initiative "Gen Z regelt" mobilisiert unter dem Motto "Bildung / Wehrpflicht / Bezahlbares Leben". Zu den zentralen Forderungen gehören höhere Investitionen in Bildung und Gesundheit sowie die Abschaffung der Wehrpflicht. Viele der Teilnehmer sind Schüler, Studentinnen und Studenten. Die Demonstration startet am Samstag voraussichtlich gegen 14 Uhr am Konrad-Adenauer-Ufer.
KVB schränkt Leihfahrzeuge drastisch ein
Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) bereiten sich auf erhebliche Einschränkungen vor. Schon ab Freitag werden KVB-Räder vom Heumarkt entfernt. Am Samstag ist auf der Platzfläche und in ihrem Umfeld die Ausleihe und Rückgabe von KVB-Rädern und E-Scootern nicht möglich. Das Ziel ist, Unfallgefahren zu verringern. Wer ein KVB-Rad in der Sperrzone zurückgibt, wird automatisch mit einem Sonderentgelt von 20 Euro belastet. Die KVB empfiehlt, sich vor der Fahrt in der nextbike-App über aktuelle Einschränkungen zu informieren, da die Sperrzone je nach Demonstrationsgröße erweitert werden könnte.
Polizei bereitet Großeinsatz vor
Die Kölner Polizei rüstet sich für einen massiven Einsatz. Zahlreiche Beamtinnen und Beamte, einschließlich der Bereitschaftspolizei, werden am Samstag und in der Nacht danach im Einsatz sein. Die Polizei wird den friedlichen Ablauf ermöglichen und zugleich die Bevölkerung schützen wollen. Größere Menschenansammlungen sind bereits vor und nach der eigentlichen Demonstration zu erwarten – auch unabhängig von der Demo wegen der Halloween-Feiern.
Klare Ansage gegen Straftaten und Gewalttaten
Der zuständige Polizeisprecher Martin Lotz betont die klare Haltung der Behörde: "Weder die Dunkelheit noch die Halloween-Nacht bieten einen Freiraum für Straftaten oder gewalttätiges Verhalten. Auch Halloween-Scherze finden dort ihre Grenzen, wo Menschen gefährdet oder bedroht werden." Die Polizei kündigte an, konsequent gegen Gewalt vorzugehen. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums liegen bislang keine konkreten Hinweise auf geplante Gewalttaten vor – Polizei und Innenminister Herbert Reul warnen aber vorsorglich vor Ausschreitungen.
So halten Sie sich informiert
Ein Bürgertelefon der Polizei ist von Mittwoch bis Freitag (29. bis 30. Oktober) jeweils von 8 bis 16 Uhr erreichbar, am Samstag von 10 bis 21 Uhr: 0221 229-7777. Aktuelle Informationen zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Entwicklungen gibt die Polizei am Einsatztag über ihre offiziellen Social-Media-Kanäle. Auch die KVB informiert über ihre Kanäle und die nextbike-App zu Einschränkungen bei Leihfahrzeugen.
Auswirkungen auf Verkehr und Alltag
Mit der hohen Teilnehmerzahl ist mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Ob und wie lange die Rheinuferstraße gesperrt sein wird, hängt von der tatsächlichen Teilnehmerzahl ab. Auch Zugänge zum Innenstadtbereich könnten beeinträchtigt werden. Wer in Köln unterwegs ist, sollte mit Verzögerungen rechnen und alternative Routen nutzen. Der öffentliche Nahverkehr könnte teilweise umgeleitet oder behindert werden – hier lohnt sich ein Blick auf die Websites und Apps der KVB.
Um wie viel Uhr beginnt die Demo?
Die Demonstration beginnt voraussichtlich gegen 14 Uhr am Konrad-Adenauer-Ufer, Höhe Bastei.
Warum wird die Demo vom Heumarkt ans Rheinufer verlegt?
Der Heumarkt ist zu klein für die erwartete Teilnehmerzahl. Ursprünglich waren nur 5.000 Menschen angemeldet, inzwischen werden 15.000 erwartet. Das Konrad-Adenauer-Ufer bietet deutlich mehr Platz.
Kann ich KVB-Räder am Samstag mieten?
Auf dem Heumarkt und in dessen Umfeld nicht. Die KVB entfernt die Räder ab Freitag. In anderen Teilen Kölns sind KVB-Räder aber weiterhin verfügbar – die nextbike-App zeigt aktuelle Verfügbarkeiten.
Welche Forderungen hat "Gen Z regelt"?
Die Initiative fordert höhere Investitionen in Bildung und Gesundheit, bezahlbare Lebenshaltungskosten und die Abschaffung der Wehrpflicht.
