Kultur · Altstadt/Nord
Lunch Lectures
35 Literaturgeschichten – diesmal mit Kathrin RögglaKathrin Röggla präsentiert Elfriede Jelinek, denn Jelineks Literatur ist Punk. In "Unter Tieren" traut sie sich, die Gewalt in den großen Abstraktionen der Ökonomie freizulegen als barocke Multi-Species-Erzählung, die sich gewaschen hat: Mein Mundwerk müsste man dreimal erschlagen, damit es einmal stirbt. [...] Weil wir ja selbst auch kleine Vögel sind und nur mit Blicken werfen können. Elfriede Jelinek, "Unter Tieren", 2026 Kathrin Röggla, geboren 1971 in Salzburg, lebt als Schriftstellerin in Köln und unterrichtet Literarisches Schreiben an der Kunsthochshulefür Medien in Köln. Zuletzt erschienen ihr Essayband "Nichts sagen. Nichts hören. Nichts sehen." (2025) und ihr Roman "Laufendes Verfahren" (2023). Ihr letztes Theaterstück "Kein Plan (Kafkas Handy)" wurde im Theater an der Ruhr 2025 uraufgeführt. 2023 erhielt sie den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln. Zusammen mit Leopold von Verschuer leitet sie eine "Änderungsschreiberei" im Eigelstein-Viertel. Die Lunch Lectures sind wieder da und gehen in die mittlerweile dritte Runde!Bei diesem Lesungsformat für Zwischendurch laden wir gemeinsam mit dem Literarischen Schreiben der Kunsthochschule für Medien (KHM) jeden zweiten Mittwoch Autor*innen aus der Region und darüber hinaus ein, um Bücher vorstellen, die sie besonders geprägt haben. Jede Veranstaltung ist also eine kurze und oft sehr persönliche Auseinandersetzung mit Texten aus den letzten 70 Jahren Literaturgeschichte. Von Klassikern bis zu fast vergessenen Schätzen ist so ziemlich alles dabei. Diesmal mit sprachlichen Ausflügen in die dänische und irakische Lyrik, in US-amerikanische Prosa und ins Jelinekische. Wir fangen pünktlich um 13:15 Uhr an und nehmen uns dafür eine knappe Dreiviertelstunde Zeit. Dazu gibt es Stullen, Stühle und Streuobst. Wir freuen uns auf euch! Eine Veranstaltungsreihe des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) und dem Literarischen Schreiben der Kunsthochschule für Medien in Köln. Die Veranstaltungen werden gefördert von der Victor Rolff Stiftung sowie vom Rektorat der Kunsthochschule für Medien.
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